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Dettingen tut sich wie erwartet schwer Volleyball Oberliga: TSV schlägt Rottenburg erst im Tiebreak Es war wohl eine Verkettung ungünstiger Momente, die den Dettinger Oberliga-Volleyballern das Leben gegen den Tabellenletzten so schwer machte: Einige Spieler angeschlagen, ein Gegner, der locker aufspielte und zu viele vermeidbare Fehler. Anders kann man sich nach den Leistungen der vorhergehenden Spiele den zeitweiligen Einbruch am Samstagabend nicht erklären. Trainer Kunz hatte sich wieder für Kreis auf der Außenposition entschieden, um die Annahme zu stärken. Das hatte sich in Ravensburg bewährt, wo Kreis nicht nur in der Annahme, sondern auch beim Aufschlag Wirkung erzielt hatte. Der TSV begann das Spiel verhalten. Erst nach dem 5:5-Ausgleich konnte man mithilfe guter Aufschläge die Gäste unter Druck setzen und punkten. Dann glichen die Rottenburger wieder aus und machten ihrerseits mit scharfen Sprungaufschlägen Dettingens Annahme unsicher, so dass die Gastgeber überhaupt nicht ins Spiel fanden. Schnell lag der TSV in eigener Halle 14:20 hinten. Dann aber zeigten die Dettinger ihr anderes Gesicht und starteten eine unglaubliche Aufholjagd. Als Kaiser den Ball zum 23:23-Ausgleich ins gegnerische Feld schmetterte, war man auf Seiten der Gastgeber schon auf einen Satzerfolg eingestellt. Eine Unaufmerksamkeit beim einem Trick des Gästezuspielers und ein Angriff Kaisers ins Netz beendeten alle Hoffnungen und brachten unerwartet einen 0:1-Rückstand für den TSV. Die Pausenansprache hatte wohl gesessen, denn die Dettinger legten mit Fischer auf der Aufschlagposition gleich richtig los und führten schnell 4:0. Schleicher betätigte sich in dieser Phase mehrfach erfolgreich im Block und Wörner und Kaiser punkteten aus erfolgreicher Feldabwehr nach Belieben. 10:4 führten die Gastgeber, dann 18:12. Was nach einem klaren Satzerfolg aussah, wandelte sich noch zu einer dramatischen Geschichte. Denn Dettingen verlor wieder die Ordnung, machte zu viele Fehler und konnte aus einer schwächeren Annahme heraus nicht mehr sauber aufbauen. Immer häufiger blieben die durchsichtigen Angriffe im Rottenburger Block hängen. Wieder hieß es 23:23, dann aber machte Kaiser mit zwei starken Angriffen den Satzerfolg klar. Satz drei begann wie die Endphase des 2. Durchgangs mit einer Schwächephase des TSV, der die Punkte einfach nicht machte und zu viele eigene Fehler produzierte. Kunz nahm beim 9:12 eine Auszeit, sein Team konnte den kleinen Rückstand aber zunächst nicht aufholen. Immer wieder gab es sehenswerte Angriffe von Schneider und Kaiser, dennoch blieben die Gäste vorne. Schneiders Block zum 21:22 weckte seine Mannschaft wieder auf, über 23:23 gab es einen glücklichen 25:23-Satzerfolg für den TSV. Der nächste Satz sah keine Mannschaft im Vorteil, Dettingen spielte stabil aus der Annahme heraus, verpasste es aber bei eigenem Aufschlag zu punkten. So blieb der Durchgang bis zum 17:17 völlig ausgeglichen, bevor der Angriff des TSV seine Durchschlagskraft verlor. Die Gäste konnten die Dettinger Angreifer mehrmals blocken. Hinzu kam noch eine Schrecksekunde als Kreis nach einem Block auf dem Fuß des übergetretenen Gegners landete und mit Verdacht auf Bänderriss vom Feld musste. Schober ersetzte ihn, Rottenburg ließ sich den Vorsprung aber nicht mehr nehmen und gewann schlussendlich 25:22. Ein Entscheidungssatz musste her und Kreis biss nach einem Belastungstest auf die Zähne und kam zurück auf das Feld. Der Durchgang begann für die Gastgeber mit Schleicher auf der Aufschlagposition sehr gut. Das Kunz-Team führte 7:3 und schien auf der Siegerstraße. Dann aber passierten wieder Missverständnisse, die Punkte wurden einfach nicht gemacht und beim Wechsel (8:6) war der Vorsprung auf 2 Punkte geschrumpft. Nach dem Seitenwechsel wurde der TSV immer stärker, die Gäste konnten nicht mehr mithalten und so ging der Satz noch deutlich mit 15:8 an die Dettinger, die über diesen Sieg sehr froh sein konnten. Trainer Dennis Kunz war trotz des schwachen Spiels zufrieden: „Heute war eines dieser Spiele, in denen man einfach nie seinen Rhythmus findet. Nach guten Sequenzen immer wieder unnötige Fehler. Mal Schwächen in der Annahme, mal ein schwaches Zuspiel, dann wieder einfache Fehler im Angriff. Dazu kam fehlende taktische Disziplin fast über das gesamte Spiel hinweg und die Tatsache, dass Rottenburg locker aufspielte. Dennoch ist festzuhalten, dass die Mannschaft das Spiel am Ende deutlich kontrollierte und gezeigt hat, dass sie den Sieg mehr wollte.“
TSV: Kreis, Fröscher, Wörner, Kaiser, Schleicher, Schneider, Fischer, Schober, Walter, Schwarz, Hetmank, Kunz Zuletzt geändert am: 03.02.2012 um 14:30 Zurück |
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