TSV 1927 Dettingen e.V.

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Ihr Rolf Grimm, Abteilungsleiter

 


 

Volleyball Oberliga: TSB Ravensburg - TSV Dettingen 1:3

Veröffentlicht von Peter Fröscher am 23.01.2012
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Dettingen lässt nichts anbrennen

Überlegener 3:1-Sieg in Ravensburg

Die Dettinger Oberliga-Volleyballer ließen beim Tabellennachbarn  keinen Zweifel daran, dass sie als Sieger aus der Halle gehen wollten. Anders als zuletzt in Saulgau schafften sie es bei zwei überlegen geführten Sätzen auch in engen Situationen, die Oberhand zu behalten - mit einem unbändigen Kampfgeist und klarem Kopf.
Trainer Kunz hatte sich nach den Erfahrungen des Vorspiels dafür entschieden, die Annahme zu stärken. So ließ er Kaiser für Hetmank wieder auf seiner angestammten Position spielen und nahm Kreis auf der Außenposition  ins Spiel. Diese Umstellung zahlte sich im ersten Satz aus, als es dem TSV durchgehend gelang, die Aufschläge der Hausherren zu entschärfen. Die Annahme um Libero Fröscher stand sicher, Fischer konnte mit den sauber nach vorne gespielten Bällen nach Belieben seine starken Angreifer einsetzen- und aufgrund der Größenverhältnisse war schnell klar, dass die Gastgeber kein Gegenmittel  gegen Kaiser, Schneider und Co. finden konnten. Ein anderer wichtiger Aspekt war das starke Aufschlagspiel des TSV. Einzig der starke Diagonalangreifer der Ravensburger konnte sich immer wieder durchsetzen. Zeitweise sah es bei dem überzeugenden Auftritt der Dettinger sogar nach einer einstelligen Satzniederlage für die Hausherren aus, am Ende siegte der TSV deutlich mit 25:14.
Die Ravensburger Trainerin machte nun das einzig Richtige: Sie versuchte das Angriffsspiel des TSV  mit variablen Aufschlägen zu stören, was ihren Spielern auch immer besser gelang. Dettingen verlor die Spannung etwas, was  immer wieder zu einer unsauberen Annahme  führte. Die Gäste konnten ihre Angreifer nicht mehr so effektiv einsetzen, die Einheimischen versuchten mit ihrer ganzen Routine den Rhythmus des TSV zu stören. Dazu kam, dass der Ravensburger Hauptangreifer einen guten Lauf hatte und sich die Gäste ein ums andere Mal austricksen ließen. Der Satz verlief ausgeglichen, kein Team schaffte es,  wegzuziehen. Beim Stand von 21:21 traf das Pech den TSV gleich dreimal: Ein technischer Fehler, eine ungeschickte Blockberührung und ein Ball der über die Netzkante tänzelte und im Dettinger Feld niederfiel - der TSV lag plötzlich 21:24 hinten. Was in Saulgau den Dettingern nicht gelang, schafften dieses Mal die Ravensburger nicht: Nach einer unglaublich dramatischen Endphase holten sich die Gäste den Satz doch noch mit 32:30. Kreis mit einem seiner gefährlichen Aufschläge und der in dieser Phase überragende Kaiser mit dem letzten Block machten das fast Unmögliche doch noch wahr.
Die Gastgeber mussten nach dem 0:2-Rückstand alles geben, um keine glatte Niederlage zuhause zu kassieren. Aber der wertvolle Kreis, Kaiser und der aggressive Schleicher brachten Dettingen gleich 3:0 in Front. Dann halfen die Gäste eifrig mit, dass die Hausherren herankamen und zum 4:4 ausglichen. In der Folge wechselten sich starke Aktionen mit Schwächen ab, die die Gastgeber leicht in Front brachten. Wichtige Punkte machten in dieser Phase die starken Mittelangreifer Schleicher und Schneider, wenn sie von Fischer  gut angespielt werden konnten. Daneben trug Fischer als Blockspieler zum Dettinger Ausgleich bei. Dennoch zeigte sich zunehmend, dass sich der TSV mehr auf Diskussionen mit dem Schiedsrichter und dem Gegner, als auf das Spiel konzentrierte. Dies blieb nicht ohne Folgen, denn die Dettinger schafften es nicht mehr, ihre erfolgreiche Taktik umzusetzen, ihr Spiel wurde immer durchschaubarer. Zusätzlich brachte man die Gastgeber immer wieder durch Eigenfehler in Front. Nach einer lange ausgeglichenen Phase  waren am Ende die Ravensburger glücklicher und sie nahmen den Satz 25:23 mit.
Nach einem Appell von Schleicher an sein Team, sich wieder auf das Spiel und nicht auf verbale Scharmützel einzulassen, wurde der 4. Satz dann von TSV-Seite mit aller Entschlossenheit geführt. Schnell setzte man sich ab und die Zuschauer erlebten eine ähnliche Demonstration der Dettinger Stärke wie im ersten Satz. Was die Gäste jetzt zeigten, ließ die einheimischen Zuschauer verstummen, denn  die Ostälbler boten eine solch überzeugende Leistung, dass man von den Einheimischen nichts mehr sah. Bis kurz vor Ende hatte Ravensburg 10 Punkte auf dem Konto, am Ende nahm der TSV den Satz 25:16 mit – und einen wichtigen Auswärtssieg.
Trainer Dennis Kunz war nach dem Spiel sehr zufrieden - zumindest mit seiner Mannschaft: „Ein großes Kompliment an mein Team. Wie konsequent und selbstbewusst wir nach der bitteren Niederlage der letzten Woche gestartet sind, war schon stark. Die Umstellung hat gut funktioniert und die taktische Marschroute wurde sehr gut eingehalten. Alex Kreis hat seine Sache sehr gut gemacht. Schade war, dass wir uns vom Lamentieren der Gegner ablenken ließen, aber da muss ich mich selbst in die Pflicht nehmen. Ich muss in solchen Situationen mehr Ruhe bewahren und dies auch auf die Mannschaft übertragen.“
TSV: Fischer, P. Fröscher, Hetmank , Kaiser, Kreis, Kunz, Schleicher, Schneider, Schwarz, Walter, Wörner

 

Zuletzt geändert am: 23.01.2012 um 20:17

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