TSV 1927 Dettingen e.V.

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Ihr Rolf Grimm, Abteilungsleiter

 


 

Volleyball Oberliga: Dettingen - Bad Saulgau 2:3

Veröffentlicht von Peter Fröscher am 10.11.2011
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Dramatik pur in der Dettinger Lindenhalle

Nach schwachem Start kämpften sich die Oberliga-Volleyballer des TSV Dettingen gegen den TSV Bad Saulgau zurück in die Partie, um am Ende doch mit leeren Händen dazustehen. Nach einem 0:2-Satzrückstand hatte die Mannschaft von der Ostalb im fünften Durchgang schon Matchbälle, musste aber den Satz letztlich mit 16:18 abgeben und verlor damit auch das Spiel mit 2:3-Sätzen (-17, -20, 23, 21, -16).

Das Team von Trainer Dennis Kunz hatte sich für die Partie gegen Bad Saulgau einiges vorgenommen. Da Felix Fröscher, zwar immer noch angeschlagen, wieder zur Verfügung stand, hatte Kunz das Team umgestellt und mit Stephan Kaiser auf Diagonal begonnen. Man wollte den Gegner von Beginn an unter Druck setzen um das Angriffsspiel einzuschränken und selbst aus einer guten Annahme heraus variabel spielen. Dieses Vorhaben misslang gründlich. Von den ersten sechs Aufschlägen fand nur einer den Weg ins gegnerische Feld und damit war der Vorsatz mit druckvollen Aufschlägen zu arbeiten dahin, da sich im Kopf die Fehlervermeidung festsetzte. Auf der anderen Seite hatte der sonst so stabile Annahmeriegel der Dettinger große Probleme mit dem gegnerischen Service und machte in den ersten beiden Sätzen zehn direkte Fehler. Da half es auch nicht, dass Kaiser ein gutes Spiel zeigte und die Angriffe nach guten Annahmen über den Schnellangriff von Schleicher und Schneider meist zum Punkt führten. Die Heimmannschaft fand einfach kein Mittel, um die eigenen Qualitäten ins Spiel einzubringen. So zog Bad Saulgau über 12:7 und 19:12 immer weiter davon, ohne dass sich für Dettingen eine Chance bot. Letztlich ging der erste Satz mit 17:25 an die Gäste.

Da der Gast aus Oberschwaben auch Verletzungssorgen hat und ohne Libero und zwei weitere Stammspieler antreten musste, konzentrierte sich das Spiel von Saulgau im Wesentlichen auf drei Spieler. Dumm nur, wenn zwei davon langjährige Erstliga-Erfahrung besitzen und der dritte die Nachwuchsförderung von Friedrichshafen durchlaufen hat. Waldemar Kasprzak, eigentlich Trainer der Mannschaft, war durch die Verletzungen gezwungen selbst wieder die Schuhe zu schnüren und die Erfahrung von 320 Einsätzen für die polnische Nationalmannschaft zeigte er deutlich auf dem Spielfeld. Vater und Sohn Kasprzak schafften es auch im zweiten Durchgang, die besser werdenden Aufschläge von Dettingen auf den Punkt anzunehmen und so zeigte sich keine Änderung im Spielverlauf. Wieder konnte sich der Gast über 10:12 und 13:18 nach und nach weiter absetzen und gewann auch den zweiten Satz souverän mit 25:20.

Zu Beginn des dritten Abschnitts zeigte der TSV aber, dass man das Spiel nicht sang- und klanglos abgeben wollte. Von Beginn an war mehr Aggressivität im Spiel der Dettinger und der immer stärker werdende Libero Peter Fröscher hatte nun ein ums andere Mal die Hände unter den bis dato unerreichbaren Angriffen der Gäste. Da endlich auch die Annahme auf der Heimseite stabiler wurde, entwickelte sich ein enges Spiel mit kleinen Vorteilen für die Kunz-Truppe. Als dann Stephan Kaiser und David Wörner den bis dahin stärksten Angreifer der Gäste mehrfach blocken konnten, war Dettingen richtig im Spiel. Die zahlreichen Zuschauer in der Halle nahmen die Steigerung der Mannschaft dankbar an und trieben die Mannschaft mit lautstarker Unterstützung weiter nach vorne. Bis zum 19:17 sah es gut aus, doch dann kam wieder ein Einbruch, der das Team mit 19:21 in Rückstand brachte. Beim 21:23 war der Spielverlust dann ganz nah, aber die Mannschaft um Zuspieler Nico Fischer kämpfte um jeden Ball und mit einer großen Energieleistung konnte der Satz noch gedreht und mit 25:23 gewonnen werden. Stark waren in dieser Phase der Block von Schleicher und die Angriffe von Kaiser und Fröscher.

Dettingen hatte nun das nötige Erfolgserlebnis und glaubte wieder an sich. Saulgau konterte aber zu Beginn des vierten Satzes mit Robert Mader am Aufschlag und brachte den Gast mit 6:2 in Führung. Dabei verletzte sich Schneider beim 2:5 nach einem Zusammenprall mit Kaiser und musste durch Kevin Walter ersetzt werden. Dieser misslungene Start nahm der Heimmannschaft wieder den Spielfluss und als Saulgau 17:11 führte, glaubte niemand in der Halle mehr an einen fünften Satz. Zu souverän spielten Mader und Co ihr Spiel herunter. Aber innerhalb von nur zwei Rotationen sollte sich das Blatt noch einmal wenden. Zunächst verkürzte Schneider, der bei 10:15 wieder ins Team zurückkam, am Aufschlag auf 14:17, dann brachte Kaiser am Service das Team sogar mit 22:18 in Führung. Wie eine Wand präsentierte sich dabei die Blockreihe um Schleicher und Wörner. Die Krönung war dabei ein von Zuspieler Fischer in bester Angreifermanier abgeschlossener Ballwechsel, der die Stimmung in der Halle zum Kochen brachte. Dettingen war nun nicht mehr zu halten und beendete den Satz mit 25:21.

Diese positive Grundstimmung wollte der TSV natürlich in den fünften Satz mitnehmen und dies funktionierte gut. Von Beginn an lag das Ostalbteam knapp in Führung und als dem zum Aufschlag eingewechselten Uwe Altenborg ein Ass zur 12:8-Führung gelang, sah alles nach einem Happy End aus. Leider folgten zwei misslungene Angriffe der Dettinger und das Spiel spitzte sich noch mal zu. Beim Stand von 14:13 hatte der TSV dann den ersten Matchball, der aber durch einen Angriffsfehler vergeben wurde. Beim 15:14 konnte der gegnerische Angriff nicht gestoppt werden und so war auch die zweite Chance dahin. Beim 15:16 dann der erste Spielball für den Gast der von Dettingen ebenso abgewehrt wurde. Als aber beim 16:16 eine Punktchance nach erfolgreicher Abwehr nicht genutzt werden konnte, hatte wiederum der TSV Bad Saulgau die Chance auf den Sieg, die Mader durch einen erfolgreichen Block nutzte. Damit ging der fünfte Satz mit 16:18 an die Gäste.

Trainer Kunz war nach der ersten Enttäuschung aber dennoch gewillt, das Positive in diesem Spiel zu sehen: „Wir hatten heute einen schwachen Start und der Gegner ließ uns zwei Sätze lang mit einer perfekten Aufschlag-Annahme-Performance keine Chance. Das die Mannschaft es mit dem Rücken zur Wand zweimal geschafft hat ins Spiel zurückzukommen, zeigt mir, dass es grundsätzlich stimmt. Leider konnte sich die Mannschaft nicht für ihr überragendes Comeback belohnen. Aber uns fehlte neben dem überragenden Stephan Kaiser ein weiterer Punktballspieler. Am Ende hat sich die Erfahrung auf Seiten der Gäste ausgezahlt.“

Zuletzt geändert am: 10.11.2011 um 14:56

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